Ballonfahren - ein romantisches Abenteuer

 [eine Liebeserklärung von Frank Franke]

kurz vor dem Start...Wen fasziniert es nicht, wenn sie langsam über unsere Köpfe dahingleiten, hoch über der Erde schweben? Farbenfroh und formenreich verschönern sie unseren Himmelsraum.

Warum gerade dieser Sport, der sich erst in den letzten zwanzig Jahren zu solcher Blüte entwickelt hat? Warum diese bunten Kugeln, aufgeblasen und wichtig, bis die Luft wieder entwichen ist? Dann still und klein, in einen Sack gestopft und zugebunden, als hätte man Furcht, sie könnten sich selbst befreien, mit Luft füllen und am Himmel verschwinden. 

800 Ballons in AlbuquerqueBevor man ihnen Luft einhaucht, wenn sie noch auf der Erde liegen, sehen sie hilflos aus, unnütz, wie hingeworfen.
Dann jedoch erwachen sie aus ihrem Schlaf, erheben sich in die Lüfte: das Urbild des Lebens. Es beginnt, wächst, blüht auf, fällt schließlich in sich zusammen, erlischt, um irgendwann wieder aufs neue zu erwachen. langsam erwachen sie ..

Ventilatoren blasen lärmend Luft in die bunten Hüllen, dann beginnen sie zu wogen, wie Wellen im Ozean. Traumgespinsten gleich erheben sie sich vom Boden, wiegen sich im Wind, pressen sich aneinander, als suchten sie Schutz, um dann einzeln oder miteinander die Erde zu verlassen. Während sie wachsen, werden die Menschen immer kleiner, erinnern an emsige Ameisen in ihrem Bemühen, die Flammen in die Ballon-Kathedralen schlagen zu lassen, ohne die Hüllen zu beschädigen. Der Erste........

 
Sich in die Luft zu erheben, mit der Kraft des Feuers, den Fesseln der Erde zu entfliehen, das erfüllt einen Urtraum des Menschen. sie beginnen zu leben .. Den Kräften der Natur fast völlig ausgeliefert zu sein, sie zu fürchten und zu respektieren, sich immer wieder bewußt zu werden, sie nie völlig zu beherrschen, heißt Besinnung auf längst vergessene elementare Urgewalten. Diesem Zauber, diesem Bann kann auch ich mich nicht entziehen - und weshalb auch? Was wäre das Leben ohne die Träume?um mit der Kraft des Feuers ..